Wie erstellt man eine Ausschreibung für eine neue Image-Filmproduktion?

Wir produzieren seit über zehn Jahren Imagefilme, Unternehmensfilme und Werbespots für verschiedenste Auftraggeber, Konzerne, KMU, Behörden und Branchen aus ganz Deutschland. Dadurch haben wir natürlich einen großen Erfahrungsschatz gesammelt, was die Erstellung von Ausschreibungen, Anfragen und Konzepte angeht. Wir möchten an dieser Stelle ein bisschen von diesem Wissen weitergeben. Im Konkreten geht es um fünf Punkte, über die Sie sich als Auftraggeber klar sein sollten, bevor Sie sich auf die Suche nach einer passenden Video-Film-Agentur begeben. Denn: eine ungenaue Ausschreibung kann zu nicht vergleichbaren Kalkulationen führen.

 Die fünf Fragen, die Sie sich unbedingt stellen sollten, sind:

  1. Welche Gesamtaussage(n) soll ihr Film haben?
  2. Welche konkreten USP's, fachlich richtige Inhalte, nachvollziehbare Argumente und interessante Fakten soll der Zuschauer unbedingt verstanden haben?
  3. Wer ist die Zielgruppe Ihres Films und über welches Fach- und Hintergrundwissen verfügt die?
  4. Für welchen Distributionsweg (TV, Online, Messen, Mailings, Erst-Gespräche) produzieren Sie den Film?
  5. Welches Budget (brutto oder netto) können Sie für die Produktion zur Verfügung stellen?

Hinweis zur Vorbereitung einer Ausschreibung:

Wir bieten individuelle Vor-Ort Workshops zu Beginn einer neuen Filmproduktion bei Ihnen vor Ort an. Neben einem Einblick in Mechanismen und Trends der Bewegtbildproduktion, erstellen wir mit Ihnen Konzepte und Ideen für ein eigenes Filmprojekt. Mit dieser Konzeption ist es dann leichter möglich, qualifizierte und exakate Anfragen an Filmproduktionsfirmen für Ausschreibungen zu erstellen.


 

Die Botschaft eines Films

Punkt 1 wird fast immer vergessen oder zumindest unterschätzt: Wie auch jeder Spielfilm muss auch ein kurzer Werbefilm eine grundlegende Aussage haben. So mag „Titanic“ ein Film über einen Schiffsuntergang und eine Liebesgeschichte sein, die Hauptaussage ist aber immer „Lebe dein Leben wie du es für richtig hältst“. Oder der Versicherer wirbt mit ansprechenden Bildern für das Herz und besonders günstigen Konditionen für eine neue Versicherung, grundsätzlich sagt der ganze Spot aber „Uns können Sie vertrauen!“. Diese Aussage liegt jeder Szene, jeder Kameraeinstellung, jedem Ausstattungsdetail zu Grunde und bildet quasi die Zielvereinbarung für den Film. Umso klarer, einfacher und kürzer diese Gesamtaussage ist, umso besser! Überlegen Sie, was hauptsächlich beim Zuschauer ankommen soll und formulieren Sie aus diesem Gedanken in einem Satz. Alle weiteren Aussagen und Informationen schreiben Sie dann in…

 

Die Inhalte eines Films

  • …Punkt 2. Hier bringt man, am besten in der Reihenfolge von „wichtig“ zu „nicht so wichtig“ alle Informationen unter, die irgendwie im Film vermittelt werden sollen. Egal, ob das später, über das Bild, den Ton, Einblendungen oder ganz anders geschieht. Wir werden uns dann mit Ihnen zusammensetzen und bei jedem einzelnen Inhalt beraten, ob er für den Film nötig ist oder nicht und wie man ihn am besten vermittelt. Sie müssen sich bei einer Zusammenarbeit mit uns also noch keine Gedanken darüber machen, was eigentlich gedreht werden soll. Wie so oft gilt auch hier: je weniger, desto besser! Nichts ist schlimmer als ein Film, der mit Informationen vollgestopft ist. Im schlimmsten Fall überfordert man den Zuschauer und der merkt sich am Ende gar nichts mehr. Lesen Sie hier gern mehr zur Konzeption von klassschen Imagefilmen oder speziellen Produtvideos.
  • Für uns ist es außerdem wichtig ungefähr zu wissen, was uns visuell erwartet. Also: welche Locations, Drehorte, Personen, Grafiken, Produkte oder Abteilungen sollten im Film gezeigt werden oder stehen prinzipiell zur Verfügung? Wir besprechen dann mit Ihnen die Auswahl und entscheiden, wo was für Ihren Film benötigt wird. Manchmal bieten sich gar keine Locations beim Auftraggeber an, dann weicht man z.B. in ein Studio, Außen-Location, Animationen o.ä. aus. Wir kümmern uns in so einem Fall natürlich gern um die Suche nach einer geeigneten Location. Der Preis für einen Film, der komplett in einem Unternehmen gedreht werden kann, erzeugt bei der Suche und Miete natürlich entsprechend weniger Kosten:

 

  • Bei diesem Film standen keine Mitarbeiter eines Unternehmens als Komparsen und keine Locations zur Verfügung in denen gedreht werden konnte. Also musste die Suche, Miete, das Casting, die Gagen und Buy-Outs kalkuliert werden:
  • Bei einer Ausschreibung sollte außerdem festgelegt werden, welcher ungefähre Filmtyp gefordert ist: Handelt es sich um einen umfangreichen Imagefilm, einen detailierten Produktfilm, Unternehmensfilm, kurzen Werbespot, eine Serie von Recruiting-Videos oder um einen reinen Animationsfilm/Erklärfilm? Verlinken Sie in der Ausschriebung gern auch Beispielfilme, sofern Sie passende gefunden haben. So können wir den Produktionsaufnwand auch ungefähr abschätzten.
  • Außerdem ist es für uns interessant zu wissen, ob Animationen im Film vorkommen sollen: Benötigen Sie nur klassische Intro- und Outro-Animationen Ihres Logos + Website, oder sind schematische 2D-Animationen oder fotorealistische 3D-Animationen (z.B. mit CAD-Material) gefragt? In diesem Film hier von uns kommen sehr unterschiedliche Typen vor:

  • Und: die Musik! Muss die auch bei Ihnen kalkuliert werden? Fast alle Filme benötigen eine Musik, um die Handlung zu unterstützen und um für Emotionalität zu sorgen. Die Außnahme sind hier natürlich reine Messefilme, die ohne Ton abgespielt werden sollen. Wir können hier Musik aus Online-Bibliotheken einkaufen oder die im besten Fall komponieren lassen, wie in diesem Recruiting-Film hier von uns für Amazon:

 

 Die Zielgruppe des Videos

3. Die Zielgruppe so genau wie möglich zu kennen, ist für eine Agentur bei der Konzepterstellung extrem wichtig. Doch nur einer kennt Ihre Zielgruppe mit Ihren Eigenarten am besten – Sie selbst! Deshalb versuchen Sie, diese so eng wie möglich abzugrenzen, sammeln Sie Informationen, wie man diese Zielgruppe am besten anspricht, worauf Sie reagiert und was nicht funktionieren würde.

  • Welches Bedürfnis möchte die Zielgruppe befriedigen und wie und warum geht das mit meinem Produkt, meiner Organisation oder Marke?
  • Welche demographischen Daten habe ich über meine Zielgruppe?
  • Über welches Hintergrundwissen verfügt meine Zielgruppe? Dieser Punkt ist besonders bei Filmen in der BtoB-Kommunikation wichtig. Nichts wäre schlimmer als die Zielgruppen mit allgemeingültigen Fakten zu langweilen.
  • In welcher Situation sieht sie meinen Film? Schaut sie gerade Fernsehen? Sieht sie den Film in einer Präsentation? Ist der Film als vorgelagerter Werbespot vor einem aktiv angeklickten YouTube-Video zu sehen? …

So sollte man zum Beispiel im BtoB Bereich nicht über reine Emotionen werben, da die Zielgruppe oft viel zu gut informiert ist und sich nur durch harte Fakten überzeugen lässt. Im BtoC Bereich sieht das aber schon wieder ganz anders aus…

 

Das Einsatzgebiet des Films

 

4. Der Distributionsweg spielt für drei Bereiche eine große Rolle: Das Rechtemanagement, die Konzeption und die inszenatorische Gestaltung. Zu den Rechten lässt sich sagen, dass jede künstlerisch tätige Person, wie zum Beispiel ein Filmmusikkomponist oder ein Schauspieler, umso mehr Geld verlangt, je mehr ihre Arbeit gesehen wird. Wenn man also beispielweise einen Werbefilm dreht, der nur auf der firmeneigenen Internetseite zu sehen ist, wird der Einkauf der einzelnen Rechte deutlich günstiger sein, als wenn der Film im nationalen Fernsehen als Werbespot läuft. Für die Erstellung eines Angebotes und eines Konzeptes ist es also unbedingt notwendig, den geplanten Distributionsweg schon genau zu kennen. Anpassungen im Nachhinein sind hier aber möglich

 

Dass der Distributionsweg auch inhaltlich für den Film eine große Rolle spielt, hat mehrere Gründe. Allein schon die Länge des Films ist formatabhängig (TV meist 30 Sekunden, Internet selten über 3 Minuten, Veranstaltungen und Messen auch mal länger…). Und auch die Ansprechhaltung, die Struktur der Geschichte, die Gewichtung zwischen Information und Emotion folgt auf jedem Ausstrahlungsweg anderen Regeln.

 

Das gilt auch für die inszenatorische Gestaltung. Bei einem Video, was hauptsächlich auf dem Smartphone angesehen wird, muss man mit anderen Bildeinstellungsgrößen und anderen Schnittfrequenzen arbeiten als bei einem Film, der für die Kinoleinwand produziert wurde.

 

Eine wichtige Frage ist für uns natürlich auch die ungefähre Länge des Films. Grundsätzlich gilt natürlich: je kürzer desto besser. Die meisten Filme von uns sind 2-5min lang. Wenn aber detailierte Fakten beschrieben werden müssen, kann ein Film auch mal 10 oder 20min lang sein, wie dieser Film hier von uns für die Deutsche Bahn:

 

 

Der Preis eines Films

5. Der angefragten Agentur die Höhe des Maximalbudgets vorzuenthalten oder sich selbst nicht über diesen im Klaren zu sein, funktioniert im Bereich Film leider nicht gut. Wir empfehlen dazu auch unseren Artikel zum Thema „Wie viel kostet ein Imagefilm“. Zusammenfassend kann man sagen, dass die umsetzende Agentur unbedingt eine grobe Ahnung davon braucht, wieviel Geld ausgegeben werden kann, um ein Konzept und ein Angebot erstellen zu können. Denn erst dadurch weiß sie, wieviel Drehorte, Drehtage, Schauspieler, Crewmitglieder etc. finanziell möglich sind. Von der Anzahl der Drehtage ist der Preis eines Films maßgeblich abhängig, da jeder Tag nicht nur durchgeführt, sondern konzeptionell auch geplant und das Filmmaterial geschnitten werden muss. Wenn Sie also schon ungefähr wissen, wie viele Tage gedreht werden soll, kann das gern angegeben werden. Ein großer Teil unserer Filme wird an ein bis Tagen gedreht, wie z.B. dieser Interview-Film hier:

 

 

Wenn Sie sich über diese fünf Punkte im Klaren geworden sind, wird es Ihnen viel einfacher fallen, eine Ausschreibung oder eine Anfrage an eine Agentur zu richten. Und die wird Ihnen viel effektiver helfen können. Nehmen Sie sich also die Zeit und lernen Sie besonders durch die Punkte eins bis drei Ihr eigenes Unternehmen besser kennen!

 

Kontaktdaten zu Ihrem Filmproduzenten

Die Filmagentur 

Friedrichstraße 88
10117 Berlin

Tel.: +49 (0) 30 60984160

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Ihr Ansprechpartner ist der Geschäftsführer: Fabian Schmidt

FabianSchmidt DieFilmagentur klein

Ihre Videoproduktion in: Dresden Stuttgart Zürich 


 

Stöbern Sie gern in unseren Filmbeispielen und lassen sich inspirieren:

Beispiele Imagefilm DIE FILMAGENTUR

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