Ilkazell, ein wichtiger Hersteller von Reinräumen, Kältekammern und Umwelträumen, trat 2024 mit einer interessanten Anfrage an uns heran: sie brauchten für Ihre Kunden einen Film, der chronologisch ihren Produktionsprozess abbildet. Also von der Konstruktion am Computer bis hin zur Auslieferung des fertigen Produkts.
Das war für uns auch deshalb so spannend, weil wir in der laufenden Produktion drehen sollten und insgesamt ganze fünf Drehtage zur Verfügung hatten. Da Ilkazell als Hersteller von Reinräumen besonderen Wert auf einen sauberen, sortierten Look legte, ermöglichten uns diese lange Drehzeit eine sehr umfangreiche und genaue Kamera- und Beleuchtungsarbeit.
Vor Ort sah das dann so aus, dass wir als erstes erklären ließen, was an dem jeweiligen Motiv (also meistens ein Arbeitsplatz oder eine große Maschine) genau passiert und der inhaltlich und optisch interessanteste/wichtigste Moment dieser Handlung ist. Nachdem das klar war, wurde festgelegt, wie und von wo die Kamera diesen Moment filmt – meistens mit einer Kamerabewegung durch einen Slider einen Gimbal verbunden.
Nun, wo das Bild feststand, mussten wir uns um das Licht kümmern. Dazu stellten wir als erstes fest, ob sich die Deckenbeleuchtung direkt über dem Motiv ausschalten ließ. Da Ilkazell inzwischen fast komplett auf moderne, steuerbare LED Beleuchtung umgestellt hatte, war das (fast) immer der Fall. Nachdem das Licht dann ausgestellt war, gingen wir Stück für Stück vor. Als erstes wurde ein Grundlicht für das Hauptmotiv gesetzt, so das der Zuschauer erkennen kann, was genau passiert. Danach wurde entschieden, ob der Hintergrund aufgehellt oder abgedunkelt werden sollte und ob zusätzliche Akzentlichter positioniert werden müssen.
So entstand in einem pro Motiv etwa einstündigen Prozess Stück für Stück ein voll ausgeleuchtetes Bild. So gut wie keine Aufnahme des fertigen Ilkazell-Films zeigt also das originale Licht, wie es in der Halle eigentlich vorhanden ist. Stattdessen ist (fast) immer ein szenisches, atmosphärisches, von uns gesetztes Licht zu sehen, welches den relevanten Bildinhalt deutlich hervorhebt.
Ausnahmen sind nur die Orte, wo wir keinen Einfluss auf die vorhandene Beleuchtung nehmen konnten oder große Totalen – meist in Drohnenaufnahmen – der ganzen Halle. Weil eine komplette Halle selbst einzuleuchten erfordert Lichttechnik in einer Größe, die für eine normale Imagefilmproduktion nicht stemmbar ist.
Das plus die übliche Aufräum-, Umräum- und Putzarbeit lässt die sowieso schon sehr moderne Ilkazell Produktion im Film im besten Licht erstrahlen.