Unser Leitfaden gibt zu LinkednIn-Videos einen Überblick: Warum lohnt es sich Videos auf LinkedIn zu veröffentlichen und was ist dabei zu beachten?

LinkedIn Ist zur führenden Social-Media Plattform im Unternehmensumfeld geworden und wächst durch die Digitalisierung der Unternehmenskommunikation und den Trend hin zu wirkungsvollen, preiswerten und nachhaltigen Kommunikationsformen rasant. Videos wirken auf LinkedIn sehr effektiv und führen zu Kontakten. 

Es gibt viele verschiedene Inhaltstypen, die auf LinkedIn veröffentlicht werden können: Texte, Bilder, Präsentationen, Dokumente, Umfragen, Events etc. Jeder kann auf dem eigenen persönlichen Profil oder auf der Unternehmenswebseite Videos veröffentlichen. Bei der Konzeption, der technischen Produktion, der Veröffentlichung und dem Bewerben ist aber einiges zu beachten. Ein ganz großer Teil unserer Unternehmensvideos landet auf LinkedIn und so können wir auf einen großen Erfahrungsschatz zurück greifen.

Konzeption eines LinkedIn-Videos: die Zielgruppe ist anspruchsvoll

Auf LinkedIn wird vor Allem im unternehmerischen Umfeld kommuniziert, das heißt die Zielgruppe will mit hilfreichen Informationen und guten Inhalten informiert und begeistert werden. Es geht hier also eher weniger um pure Unterhaltung, Fun und Spaß. Um ein Video zu produzieren sollte man sich klar darüber werden, welches Bedürfnis, welches Problem und welche Aufgabenstellung die gewünschten Zuschauer umtreiben. Was ist die Lösung? Natürlich Ihr Produkt, Ihre Marke, Dienstleistung oder Job-Angebot. Das sind unsere 3 wichtigsten Hinweise:

  • Der Film erscheint nach dem Upload in der organischen Timeline Ihrer Kontakte und Follower. Um die Zuschauer dazu zu animieren den kompletten Film zu schauen, sollte zu Beginn schnell ihr Interesse geweckt werden. Das geht zum Beispiel mit einer Frage, visuell starken Filmaufnahmen, überraschenden Szenen, einer prominenten Person o.ä.
  • Die Qualität des Films sollte zu Ihren Produkten und sonstigen Kommunikationsmitteln passen. Es ist also vielleicht nicht immer notwendig Filme in Premium-Optik zu produzieren, wenn das nicht zum sonstigen Setting passt. Es gibt für einfache Anzeigen-Videos auch reine App- und Webbasierte Anbieter, die Videovorlagen für LinkedIn-Videos zur Verfügung stellen.
  • Erwarten Sie nicht zu viel von der Aufmerksamkeitsspanne Ihrer Zielgruppe. Im Vergleich zur eigenen Website, wo sich ein Zuschauer "in Ruhe" informieren möchte. Es geht hier als eher darum einen ersten Kontakt und Lead zu generieren und Interesse zu wecken.

Filmdreh des Videos: Qualität und Augenmaß

Auch hier wie überall gilt natürlich, dass ein professionell produziertes Video nachhaltig besser wirkt: Eine gute stimmungsvolle Ausleuchtung, abwechslungsreiche Bildsprache, dynamischer Filmschnitt machen jeden Zuschauer froh. LinkedIn-Videos werden außerdem meist ohne Ton abgespielt, da die mobile Nutzung stark verbreitet ist. Der Einsatz von starken plakativen Bildern, gut lesbaren Texteinblendungen, Untertiteln und näher als üblich gefilmten Personen bieten sich also an. Videos dürfen maximal 30min lang sein. Solche langen Filmlängen sieht man aber extrem selten. Die Regel sind 1-5min.

Veröffentlichtung als Beitrag: keine plakative Werbung bitte

LinkedIn-Video-Beträge (LinkedIn Native Videos) werden zunächst genauso veröffentlicht, wie sie alle anderen Beiträge auch. Einmal publiziert kann das Video aber nicht mehr bearbeitet oder ausgetauscht werden. Das ist bei der Veröffentlichung von Bildern ganz genauso und erfordert Konzentration beim Uplaod ;-). Texten Sie dazu eine aktivierende Beschreibung:

  1. Schreiben Sie keinen zu werblichen Beschreibungstext: sympathische und authentische Kommunikation steht im Vordergrund, denn LinkedIn ist trotzdem ein soziales Netzwerk und kein Portal für Pressemitteilungen.
  2. Verlinkungen zu Personen und Unternehmen schaffen Referenzen und Bezüge.  
  3. Fragen an das Publikum bieten sich an, um Gespräche in den Kommentaren anzuregen und für Reichweite zu sorgen.

Wichtiger Hinweis: Verlinken Sie nicht einfach nur YouTube-Videos. Der LinkedIn-Algorithmus mag es nicht, wenn das Publikum animiert werden soll, LinkedIn zu verlassen. Der YouTube-Link wird also weniger oft an Ihre Zielgruppe ausgespielt als ein hochgeladenes Video. Es sollte das eigene Video also unbedingt selbst als Datei hochgeladen werden.

Bewerbung Ihres Videos: von nichts kommt nichts

Es kommt natürlich immer ein bisschen auf den Inhalt an, aber die Meisten Unternehmensseiten und Personen haben auf LinkedIn keine so große Reichweite, dass ein Werbevideo automatisch tausendfach angeschaut wird, wenn es einfach nur als Beitrag hochgeladen wird.

Meist ist eine aktive Bewerbung des Videos durch Mediabudget notwendig, um Reichweite zu erzielen. Und hier kommt jetzt die Besonderheit von LinkedIn voll zum Tragen: Durch die sehr gut gepflegten Profile der einzelnen Mitglieder (im Vergleich zu YouTube oder Instagram), kennt "der Algorithmus" Ihre Zielgruppe sehr gut und kann sie Zielgruppe sehr gut ansteuern. Zur Auswahl im Targeting stehen unter anderem:

  • Region und Ort
  • Branche und Berufserfahrung
  • Abteilung und Hirarchieebene

Es gibt bei LinkedIn verschiedene Werbeformen und Ziele, die man auswaählen kann. Meist geht es darum, dass eine konkrete Landingpage (für eine Kontaktaufnahme, Stellenanzeige, Produktbestellung) besucht werden soll. Die Kosten für so einen Klick, der dann hoffentlich zu einem Lead wird, liegen aber natürlich deutlich höher als 1000er-Kontaktpreise bei klassischen Google-Werbeanzeigen oder Werbespots. Man erreicht also bei gleichem Budgeteinsatz viel weniger Personen vor allem im Vergleich zu Breitenwirksamen Medien wie Printmedien, Radiowerbung etc. Eine LinkedIn-Werbeanzeige eignet sich also weniger für einen Energieversorger, der mit einem neuen Grundlasttarif mehr oder weniger "Alle" in seinem Einzugsgebiet erreichen möchte, sondern eher für einen Anbieter von speziellen Industrieanlagen in der Chemiebranche.

Das sind die technischen Daten, die LinkedIn (Stand 29.04.2022) für Videowerbespots (! - nicht für normale Beiträge) vorgibt:

Videoformat: MP4
Audioformat: AAC oder MPEG4
Empfohlene Bildrate: 30 fps
Eigenes Miniaturbild: Optional, aber empfehlenswert
Seitenverhältnis:
16:9 (Querformat; 1,78)
1:1 (Quadrat; 1,0)
9:16 (Hochformat; 0,57)

Dateigröße des Videos: min. 75 KB, max. 200 MB
Länge des Videos: 3 Sekunden bis 30 Minuten
Videountertitel (optional): Audiodatei mit max. 64 kHz

Fazit

Linkedin-Videos erreichen sehr genau Ihre Zielgruppe, wenn in der Konzeption an die richtigen Inhalte und Ansprache gedacht wird, das Video in der passenden Qualität produziert ist und mit der richtigen Kampagnenschaltung beworben wird.

Dabei unterstützen wir Sie gern in der Umsetzung: von der Idee bis zur Schaltung der LinkedIn-Anzeige.

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